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Zitieren

Um erklärende und deutende Aussagen plausibel und für andere überprüfbar zu machen, müssen sie am Text belegt werden. Dies geschieht durch das Zitieren.

Zitate sind wörtliche Übernahmen aus dem Text, die im Prinzip nicht verändert werden dürfen und grundsätzlich wie direkte Rede mit Anführungszeichen kenntlich gemacht werden müssen.
Der Stellennachweis, die Seiten- und/oder Ziffernzahl, erfolgt in runden Klammern am Ende des Zitats.

Verwundert erwidert er: „Du sprichst ein großes Wort gelassen aus“ (S. 10, Z. 23).

Als Beleg kann das Zitat samt Zeilenangabe auch nachgestellt werden. Dann wird beides in der runden Klammer eingeschlossen. Da der Inhalt der Klammer jedoch zu dem Satz davor gehört, kommt der Schlusspunkt erst nach der Klammer.
Das vorangestellte Zitat wird nicht in Klammern gesetzt.

Am Ende verabschiedet er sich äußerst kurz („Lebt wohl!“, S. 58, V. 54).
„Lebt wohl!“ (S. 58, V. 54). So verabschiedet er sich am Ende äußerst kurz.

Auslassungen, Umstellungen oder grammatikalische Veränderungen werden durch eckige Klammern verdeutlicht.

Den Zustand der Frauen beklagend, bemerkt Iphigenie treffend: „Zu Haus und in dem Kriege herrscht der Mann [...]“ (S. 3, Z. 25).
Sie bemerkt treffend, dass „zu Haus und in dem Kriege [...] der Mann“ (S. 3, Z. 25) herrsche.
Sie bemerkt treffend, dass „zu Haus[e] und in dem Kriege [...] der Mann“ (S. 3, Z. 25) herrsche.

Oftmals reicht es, nur einzelne Wörter zu zitieren.

Sie bezeichnet ihr späteres Verhalten vorwegnehmend als „unerhört[e] Tat“ (S. 51, Z. 26).

Auch grammatikalische oder Rechtschreibfehler, wie im nächsten Beispiel die Großschreibung von „allein“, müssen exakt wiedergegeben werden!

Sie stellt rhetorisch die Frage, ob „denn zur unerhörten Tat der Mann Allein das Recht“ (S. 51, Z. 26) habe. Diese Frage beantwortet sie sich selbst, indem sie behauptet, dass ...

Geht ein Zitat über eine Zeile oder über mehrere Zeilen hinweg, so kann man die Zeilenabgabe durch „f.“ für die folgende Zeile oder „ff.“ für die folgenden Zeilen abkürzen.

Der Mann fühlt sich ein seinem Selbstwertgefühl verletzt, denn im Text heißt es, dass er „so viele verlogene Rücksicht“ hasse und „kein Greis sein“ wolle (Z. 11f.).

Bezieht man sich auf einen längeren Textabschnitt, so braucht man diesen nicht unbedingt zu zitieren, sondern fügt einfach (vgl. Z. x-y) an. Dies ist jedoch nicht so exakt. Der Leser weiß jedoch, wo er notfalls nachprüfen kann.

Schon auf der ersten Seite bemerkt man, welch große Sehnsucht sie nach dieser langen Zeit nach ihrer Heimat verspürt (vgl. S. 7, Z. 10-24).

Eine Besonderheit ist das Zitat im Zitat, das durch so genannte halbe Anführungszeichen gekennzeichnet wird.

Die Zeitung schrieb: „Die Bahn hat bereits im Frühjahr erklärt: ,Wir haben die Absicht, die Strecke stillzulegen‘, und sie hat das auf Anfrage gestern bestätigt“ (S. 4, Z. 7).

Verwendet man mehrere Texte, aus denen man zitiert (z.B. in Referaten), so stellt man vor die Seitenangabe den jeweiligen Verfassernamen.

Dies kann aber auch „als ein niemals zu erfüllendes Ideal“ (Vogt, S. 78, Z. 17) angesehen werden.

Anmerkungen im Zitat sind durch eckige Klammern anzuzeigen. Öfters kann man die Anmerkung [sic!] lesen, dies bedeutet „so (steht es da – dies ist kein Druckfehler)“. Man will damit auf einen Irrtum oder auf irgend etwas Bedenkliches, einen Fehler oder einen Widerspruch im Text hinweisen.

Hierzu sagte Kant: „Dieser Kasus ist einfach zum Rotzen [sic!]!“ (S. 46, Z. 13).
Oder: „Fischers Franz [sic!] fischt frische Fische!“ (S. 64, Z. 31).

 

 

Arbeitsblätter:

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